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Projektplanung
Auf dieser Seite finden Sie Informationen zur Planung eines Webprojektes, welche aus mehreren Etappen besteht..
1. Etappe: Das Angebot des Auftraggebers (Lastenheft)
Logischerweise benötigt der Webentwickler zuerst ein Angebot des Auftraggebers, dies ist für gewöhnlich ein Lastenheft welches alle Anforderungen beschreibt, und zwar Aufgaben die a) auf jeden Fall gelöst werden müssen (erste Priorität), b) gelöst werden sollten (zweite Priorität), c) gelöst werden können (dritte Priorität) und d) NICHT gelöst werden sollen. Oftmals sind (in der Praxis) trotz Lastenheft immer noch ein paar Fragen offen, die in dieser Etappe geklärt werden.
2. Etappe: Das Angebot des Webentwicklers (Pflichtenheft)
Daraufhin hat nun der Webentwickler, da er jetzt weiß was alles verlangt wird, seinerseits die Möglichkeit sein Angebot in Form eines Pflichtenheftes zu erstellen, welches detailliert beschreibt wie er die Anforderungen lösen würde. Das Pflichtenheft selbst ist sozusagen das Angebot des Webentwicklers an den Auftraggeber. Letzterer hat nun die Möglichkeit aus allen vorhandenen Pflichtenheften und einem dazugehörigen Kostenangebot zu entscheiden wer den Auftrag erhält.
Warum ist ein Lastenheft bzw. Pflichtenheft notwendig?
Die Praxis zeigt sehr oft, dass Wischiwaschi-Absprachen kaum funktionieren. Der Auftraggeber weiß oft nicht welcher Mehraufwand hinter einer sogenannten kleinen zusätzlichen Erweiterung oder Änderung steckt und es ist auch nicht selten dass ihm zwischendurch weitere tolle Sachen einfallen, die der Entwickler noch schnell nebenbei mit erledigen könnte... und hier besteht nun die Gefahr, dass die Sache schnell ausufert. Der Arbeitsaufwand sollte auch für den Auftraggeber nachvollziehbar sein, was jedoch ohne eine Grundlage nicht möglich ist. Ein weiteres Problem könnte sein, dass man aneinander vorbeiredet und deswegen nicht alle Aufgaben hundertprozentig erfüllt. Schwammige Aussagen führen meist entweder zu hohen Kosten für den Auftraggeber und/oder hohem Aufwand für den Webentwickler und daraus resultierend in vielen Fällen auch zum Rechtsstreit.
Es ist also auf jeden Fall, auch bei vermeintlich kleineren Sachen, eine Grundlage in Form eines Lasten- bzw. Pflichtenheftes erforderlich, jeder seriöse Webentwickler wird dies bestätigen.
3. Etappe: Die Projektvorbereitung
Hat der Auftraggeber sich nun festgelegt und das Projekt vergeben, beginnt als nächstes für denjenigen der den Zuschlag erhält die Projektvorbereitung. Es wird also nicht gleich wild losprogrammiert, sondern erst einmal überlegt. Abhängig von der Größe und Art des Auftrages muss hier im Vorfeld geplant werden, z.B. die Festlegung der Aufgabenbereiche von Mitarbeitern oder die Erstellung von Entwürfen, Datenbankstrukturen und Datenflussdiagrammen. Die Zulieferung von Texten, Bildern, Videos und anderen für das Projekt erforderlichen Medien durch den Kunden gehört ebenfalls zur Vorbereitung des Projektes. Erst wenn alle Fragen beantwortet sind und die weitere Vorgehensweise geklärt ist, beginnt die nächste Etappe...
4. Etappe: Die Umsetzung
Der größte Schwerpunkt während der Umsetzung liegt dabei auf dem Kriterium Usability und dem Einsatz der neuesten Technologien. Zudem werden vergleichbare Projekte herangeholt, mit denen man bereits Erfahrungen sammeln konnte, dieses Wissen fließt in die Umsetzung mit hinein. Je umfangreicher die Beschreibung im Lastenheft gewesen ist, desto leichter ist die Arbeit am laufenden Projekt.
Insgesamt nimmt diese Etappe den größten Teil des gesamten Projektablaufes ein. Dem Auftraggeber wird nebenbei regelmäßig der Zwischenstand präsentiert, damit er sich gut aufgehoben weiß. Wie regelmäßig das sein mag hängt vom Kunden ab, manche wollen nicht wirklich informiert werden, andere wiederum brauchen etwas mehr Zuwendung.
5. Etappe: Die Testphase
Nach der Umsetzung folgt die Testphase. Das sind z.B. Belastungstests oder einfach nur Tests von vorhandenen Anwendungen. Der Entwickler führt ein sogenanntes Debugging durch, er beseitigt also noch vorhandene Fehler (Bugs). Wichtig sind auch Korrekturlesungen von dritten Personen, da der Mensch oft seine eigenen Fehler immer wieder überliest. Feedback von neutralen Personen ist ebenfalls sehr hilfreich.
6. Etappe: Die Abnahme durch den Auftraggeber
Das Projekt wird nun dem Auftraggeber vorgestellt. Er wird sich mit Sicherheit erst einmal alles in Ruhe anschauen. Für gewöhnlich spricht man das gesamte Projekt noch einmal zusammen durch. Nach erfolgreicher Abnahme erfolgt schließlich die Rechnungsstellung des Entwicklers an den Auftraggeber.
Die Zeit nach dem Projekt
Im Normalfall beinhaltet der Auftrag auch einen Support, wenn vertraglich geregelt ist, dass der Webentwickler sich auch nach der Fertigstellung des Projektes um den reibungslosen Ablauf der Webanwendung kümmert. Handelt es sich z.B. um ein Content Management System (CMS), ist es gut möglich, dass der Kunde am Anfang etwas Schwierigkeiten damit hat und eine Hilfestellung benötigt. Es bieten sich in diesem Fall z.B. Schulungen an, die i.d.R. dankbar angenommen werden.
